Einleitung
Judo ist eine waffenlose Kampfsportart
bei dem es das Ziel ist, das Gleichgewicht
des Gegners durch Zug-, Druck- und Wurftechniken zu brechen. Dabei soll
nicht Kraft gegen Kraft eingesetzt werden, sondern man soll nachgeben um
zu siegen,
d.h., man zieht, wenn man gestossen wird und schiebt, wenn man gezogen
wird.
Richtiges Be- und Abgrüßen:
Beim Betreten der Matte, sowie beim Verlassen, Verbeugen im Stand
Absitzen: Trainer sitzt vom Eingang her rechts, die Schüler links der
Dan/Kyu-Grade und dann der Größe nach!
Trainer kniet erst ab wenn alle ruhig stehen
Beim Absitzen erst das linke, dann das rechte Bein auf die Matte
absetzen
Zehen zuerst aufstellen, dann ablegen
Sitzposition: Oberkörper aufrecht, Kopf leicht gesenkt, Augen
geschlossen, Hände auf den Oberschenkel,
Finger zeigen zur Mitte,
Füße/Zehen abgelegt
Erster Schüler (bei den Fortgeschrittenen, sonst der Trainer) sagt
Mokuso (Mukso) - ruhiges und konzentriertes Verhalten ( ca. 16s )
- Erster Schüler sagt (Sensei)-Rei, dann verbeugen und die Hände kurz
auf der Matte ablegen
Beim Absitzen erst das rechte, dann das linke Bein von der Matte heben
Ausbildung
Der Braungurt ist
der höchste Schülergrad. Traditionell tragen Judoka eine knöchellange
weiße Baumwollhose (Zubon) und darüber eine halblange weiße Jacke
(Uwagi) aus Baumwolle, die durch einen farbigen Gürtel (Obi)
zusammengehalten wird (Judo-Gi).
Um in Wettkämpfen die beiden
Kontrahenten besser unterscheiden zu können, trägt bei internationalen Meisterschaften ein Judoka einen blauen Judogi. Ist dies nicht möglich,
werden die Kämpfer durch einen zusätzlichen roten bzw. weißen Gürtel
unterschieden. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand eines
Judoka erkennen.
Es gibt die Schüler- und Meistergrade. Die Meistergrade
beginnen mit dem schwarzen Gürtel. Jeder Anfänger beginnt mit einem
weißen Gürtel.
Der Prüfling demonstriert dabei Fallübungen, Stand- und
Bodentechniken, die nach Höhe der Graduierung immer schwieriger werden.
Seit dem 1. August 2005 gilt in Deutschland die einheitliche Kyuprüfungsordnung des DJB, nach der zusätzlich in jeder Gürtelprüfung
ab dem 3. Kyu (grüner Gürtel) eine Kata vorgeführt werden muss, d.h.
eine genau vorgeschriebene Abfolge von Bewegungsformen und Techniken.
Das Kata-Training führt häufig zu einem noch besseren Beherrschen der
jeweiligen Techniken, da auf eine absolut saubere Ausführung der
jeweiligen Technik geachtet wird.Es gibt Boden- und Stand-Kata.
Der Wurf gliedert sich
in 3 Phasen:
1.) Balancebrechung (Kuzushi)
2.) Wurfansatz (Tsukuri)
3.) Niederwurf (Kake)
Judotechnik ( Waza )
Die Judo-Techniken (Waza) lassen sich
grob in 3 (bzw. 4) Grundtypen einteilen:
* Nage- Waza - Wurftechniken
* Katame- Waza -Bodentechniken
* Ukemi- Waza - Falltechniken
* (Ate- Waza - Schlagtechniken
Wurftechnik (Judo)
hier unterscheidet man vier
Gruppen:
Ashi-Waza = Fuss- und Beinwurf
Koshi-Waza = Hüftwürfe
Ma-/Yoko-Sutemi-Waza = Opferwürfe (der Werfende wirft sich nach hinten
oder zur Seite)
Te-Waza =Hand- bzw. Schulterwürfe
Falltechniken (Ukemi-waza)
Um sich bei den Würfen nicht zu verletzen, müssen alle Judoka
Falltechniken erlernen. Dabei werden Techniken geübt, so zu
fallen, dass man sich dabei nicht verletzt. Das Fallen wird nach
allen Seiten trainiert: Seitwärts (Yoko-ukemi; nach rechts und
links), rückwärts (Ushiro-ukemi) und nach vorn (Mae-ukemi). Die
Falltechnik vorwärts ist auch als "Judorolle" bekannt. Träger
höherer Gürtelgrade trainieren sie als "freien Fall" in der
Luft.
Gürtel ( Obi )
Schülergürtel (Kyu)
9. Kyu(weiß)
8. Kyu(weiß-gelb)
7. Kyu(gelb)
6. Kyu(gelb-orange)
5. Kyu(orange)
4. Kyu(orange-grün)
3. Kyu(grün)
2. Kyu(blau)
1.Kyu(braungurt)
Meistergürtel (Dan)
1. Dan(schwarz)
2. Dan (schwarz)
3. Dan(schwarz)
4. Dan (schwarz)
5. Dan(schwarz)
6. Dan(rot-weiß)
7. Dan (rot-weiß)
8. Dan (rot-weiß)
9. Dan ( rot )
10. Dan ( rot )
Gürtel oberhalb des 5. Dan (Großmeistergürtel) können
nicht durch Ablegen einer Prüfung erreicht werden. Sie werden
ausschließlich verliehen.
Auch der 2. bis 5. Dan-Grad kann verliehen
werden, wohingegen für das Erlangen des 1. Dans in jedem Fall eine
Prüfung abgelegt werden muss. Eine höhere Graduierung als die zum 10.
Dan wird weltweit nicht vorgenommen - auch wenn dies theoretisch möglich
wäre, da es keine offizielle Limitierung gibt. Dies würde aber bedeuten,
die bestehenden Träger des 10. Dans zu degradieren.